Mixing Tipps

Ein guter Mix ist die Grundlage

  • Gesunde und musikalische Lautstärkeverhältnisse (extreme Überbetonungen sollten bewusst gewollt und gut begründet sein).
  • Ein sinnvolles und plastisches Panorama schafft eine gute Grundlage für alle weiteren Bearbeitungen des Stereo-Panoramas im Mastering.
  • Achtet auf einen möglichst ausgewogenen Frequenzgang der Mischung: Alle Frequenzbereiche sollten ohne übertriebene Überbetonungen gut und deutlich abgebildet werden.
  • Verzichtet im Zweifelsfall darauf, den Bassbereich "fett" zu zeichnen oder die Höhen bereits im Mix so seidig und luftig wie gewünscht zu betonen. Dies kann in den meisten Fällen im Mastering effektiver und hochwertiger realisiert werden.
  • Natürlich ist Kompression während des Mixings erlaubt und erwünscht. Viele Genres kommen ohne eine Kompression verschiedener wichtiger Instrumente nicht aus: Sie prägt den charakteristischen Sound dieser Musikstile und sorgt für eine authentische Assoziation.
  • Hütet euch vor einer Überkomprimierung und zu starkem Limiting, um den Mix bereits so kompakt oder so laut wie möglich zu zeichnen. Dies kann in den meisten Fällen im Mastering effektiver und hochwertiger realisiert werden.
  • Ist die Dynamik einmal durch zu starke Kompression eingeschränkt oder gar die wichtigen Pegeltransienten durch aggressives Limiting abgeschnitten, lässt sich das im Mastering nicht mehr korrigieren. Verzichtet wenn möglich komplett auf Single-/Multibandkompression oder Limiting der Stereosumme - es sei denn, ihr strebt bewusst einen ganz bestimmten, durch die Kompression hervorgerufenen Sound an.
  • Verwendet alle Effekte, die ihr euch zur Soundgestaltung wünscht: Seit euch aber bewusst das deren Anteil im Mastering nicht mehr verändert werden kann.
  • Tipp: Automationen sind wahrscheinlich das am meisten unterschätzte Tool um musikalisch ausgewogene Mischungen zu realisieren. In vielen Fällen sind sorgfältige Lautstärkenautomationen die bessere Wahl als ein Kompressor oder Limiter.
Weitere Hinweise

Technische Vorgaben

Folgende Effekte sollten nicht angewendet werden:
  • Normalisierung
  • Dithering
  • Brickwall Limiting
  • Starke komprimierung der Stereo-Summe


Der höchste Pegel der Stereo-Summe sollte zu keiner Zeit höher als -6dBFS sein!
Um dies zu erreichen sollte nach Möglichkeit nicht der Master-Fader herunter gezogen werden, sondern die individuellen Spuren in der Lautstärke abgesenkt werden.

Dateiformat:
Bevorzugt wird das Audioformat WAVE oder AIFF in 24/16 Bit bei einer Samplingrate von 44.1 kHz. Optimaler Weise in der Bit-Tiefe, in der das Audiomaterial aufgenommen wurde.
MP3-Dateien sind für das Mastering nicht geeignet, werden aber für größere Mixing-Projekte angenommen (in 320kBit/s).
Nach Absprache wird auch ein Cubase-Projekt akzeptiert.